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Hier zeige ich gern Werke von Hobbyautoren des Schreiber-Netzwerk.eu. Natürlich mit Erlaubnis der Autoren. Viel Spaß beim Stöbern.
1. Der Sinn des Lebens von Gunnar Buhheister
2. Aneignung und Verausgabung von Karin Schaffer
3. Dein Leben gehört Dir von Johann Grafeneder
4. Vielleicht genügt das Sein? von Harald (Tom) Gressel
5. Im Wandel der Zeit von Regina Wey
Der Sinn des Lebens
von Gunnar Buhheister
Ich wache auf und in meinem Kopf schwirrt eine Frage wie eine lästige Fliege, die mich geweckt hat. Dunkel entsinne ich mich eines Traumes, der mich ganz verrückt gemacht hat, aber eine genaue Erinnerung habe ich nicht. Sie ist kurz nach dem Aufwachen verblasst, und ich konnte sie nicht mehr einfangen. Die Frage aber bleibt, ja wird drängend und gibt keine Ruhe:
„Warum bin ich eigentlich hier? Was tue ich hier und warum? Hat mein Leben überhaupt einen Sinn? Das wäre doch wirklich schön, wenn es so wäre.“
Ich schlage die Decke zurück, ein echter Anachronismus. Die meisten haben solch ein Bett gar nicht mehr und ich behandle es wirklich pfleglich, damit es nicht kaputtgeht, denn ich würde sicher nicht noch eins bekommen und müsste dann in so einer voll klimatisierten Kabine schlafen.
Der Kämmerer-Robot kommt angeschwebt und trägt meine Kleidung über den Arm.
„Warte, ich brauche erst mal einen Kaffee.“
„Möchtest du dich nicht erst einmal ankleiden?“ Die Stimme ist von einem Menschen nicht zu unterscheiden, und das ist mir immer noch unheimlich.
„Ich möchte einen Kaffee!“, antworte ich ein wenig unwirsch und schon tut es mir ein wenig leid.
„Einen Augenblick bitte“, säuselt der Robot und saust mit meiner Kleidung über dem Arm in Richtung Küche davon.
Nur wenig später leise Schritte. Eine hübsche junge Frau steckt den Kopf zur Tür herein.
„Du möchtest Kaffee? Mit oder ohne Frühstück?“ Sie lächelt mich an und ihr Lächeln besänftigt mich ein wenig, obwohl ich weiß, dass sie mein Küchen-Robot ist. Mein Sohn hatte ihn mir unlängst geschenkt und gesagt, ich müsste so etwas haben. Nun ja, Kaffee ans Bett gebracht zu bekommen, ist auch nicht gerade das Schlimmste, was man sich vorstellen kann.
„Kaffee schwarz ohne Zucker, meine Liebe.“ Sie lächelt und geht in die Küche.
Kaffee. Ich trinke ihn selten, aber heute Morgen brauche ich dringend einen Kaffee. Ich muss meine Gedanken sortieren und ich muss nachdenken. Diese Frage lässt mir keine Ruhe.
Meine Ausstrahlung muss fürchterlich sein. Ich merke, wie meine Wohnung in Aufruhr gerät.
Aus irgendwelchen Düsen wird ein blumig dezenter Duft vernebelt. Die Wände verfärben sich leicht ins Rosé und mein Psycho-Robot tänzelt mit beschwingten Schritten ins Schlafzimmer.
„Wie geht es dir heute? Es scheint, du benötigst ein aufmunterndes Wort, mein Freund.“
„Ich brauche eine Antwort“, antworte ich brüsk.
„Deine Stimmung ist wahrlich im Keller. Du solltest nicht so viel nachdenken, mein Freund. Das tut dir nicht gut.“
„Und wenn doch?“ Ich verspüre einen inneren Drang, aufsässig zu werden. Und dieser Gedanke lässt mich lächeln.
„Ahh, schon besser ...“ Der Psycho-Robot lächelt mich an.
Wenn du wüsstest, denke ich bei mir, spreche es aber nicht aus. Noch kann er keine Gedanken lesen und ich hoffe, dass das auch beim nächsten Update so bleiben wird. Und wenn er es doch kann, lässt er es sich nicht anmerken.
„Du könntest mir mal den alten PC anschließen. Ich möchte mal wieder schreiben.“
„Ach du meine Güte. Was ist denn bloß mit dir los?“ Der Psycho-Robot macht ein besorgtes Gesicht. „Bist du unglücklich? Wieso willst du schreiben? Was soll das für einen Sinn machen?
Hinterher bist du noch unglücklicher und ich habe alle Hände voll zu tun, dich wieder aufzurichten.“
„Ja, und warum? Wozu der ganze Zirkus? Damit ich wieder genügend Energie liefere und nicht für mich verbrauche. Komm, gib es zu! So läuft das doch, oder?“
Der Psycho-Robot druckst herum, während die hübsche, junge Frau den Kaffee bringt. Ich hatte ihn schon wieder vergessen, aber das wird mich erst einmal in Schwung bringen.
Meine Stimmung wird nach dem ersten Schluck des heißen Getränkes noch ein wenig kampfeslustiger. Das ruft den Sexroboter auf den Plan. Die hinterste Schranktür wird aufgestoßen.
Offenbar habe ich mittlerweile Alarmstufe rot ausgelöst. Eine leicht bekleidete, gut aussehende Frau tritt heraus und bewegt sich mit schwingenden Hüften in meine Richtung.
„Du solltest nicht so viel nachdenken, mein Lieber.“ Sie gibt dem Psycho-Robot einen Wink und der verlässt das Zimmer.
„Ich kann dich auf andere Gedanken bringen. Das möchtest du doch, oder?“, sagt sie und setzt sich neben mich. Ihre Hand liegt auf meinem Bein und ist erstaunlich warm. Wie machen die das nur?
„Ich möchte schreiben. Mir ist nicht nach Sex zumute.“
„Oh, das ist kein Problem“, sagt sie und ihre Hand wandert ein wenig höher. Mit der anderen fasst sie um mich und zieht mich vorsichtig zu sich? Ihr feuchter Kussmund ist dicht vor meinem Gesicht, und alle Alarmglocken, die ich mir nur vorstellen kann, schrillen in mir. Ich will schreiben!
Sie zieht mich zu sich und küsst mich.
Normalerweise würde das schon genügen, um meinen Verstand auszuschalten, doch diesmal ist diese hartnäckige Fliege in meinem Kopf und sirrt darin herum. Warum bin ich hier? Und warum will man nicht, dass ich darüber nachdenke?
Ihr Kuss wird drängender und ihre Hand tastet sich in meinen Schritt. Das muss enttäuschend sein. Keine Reaktion.
„Vielleicht brauchst du ja erst mal etwas zu essen. Eine kleine Stärkung. Ja?“
Die Tür wird aufgestoßen und die Küchenfee kommt hereingelaufen.
„Was darf ich dir denn machen?“
„Ich habe keinen Hunger und ich habe keine Lust auf Sex. Ich will Schreiben – und nachdenken.“
„Das solltest du auf gar keinen Fall! Daher also rührt deine Übellaunigkeit.“ Ich spüre ihre warme Hand in meinem Schritt, doch meine Gedanken kreisen um diese eine Frage.
Ist das denn alles, was mich bewegen soll? Essen, Schlafen, Sex und Fernsehen?
Ich möchte wieder schreiben. Es ist schon eine gefühlte Ewigkeit her, dass ich geschrieben habe.
Plötzlich vermisse ich es. Es tut sich ein Abgrund auf, den ich nicht ignorieren kann. Leere, die mich verschlingen will. Und die ich nur mit Worten wieder auffüllen kann, so wie ich es früher getan habe.
Ich spüre ihren Mund im Schritt. Sie bemüht sich nach allen Regeln der Kunst, aber ich habe dieses Loch in mir, und das kann nur durch das geschriebene Wort gefüllt werden.
Schließlich greift sie zum letzten Mittel und beginnt sich mit wiegenden Bewegungen auszuziehen. Da könnte kaum ein Mann widerstehen, und das weiß sie. Sie zieht mir das Hemd über den Kopf und flugs hat sie auch schon meine Hose ans Fußende
befördert. Dann kriecht sie mich abküssend über mich. Ich spüre ihre heißen Lippen überall, doch in meinem Kopf ist diese Frage, die wie eine Zeitbombe tickt. Was wird, wenn ich es nicht herausfinde. Und sie bemüht sich unermüdlich, dass ich es nicht herausfinden soll.
Schließlich flüstert sie: „Time-out ...“, und mit diesen Worten lässt sie von mir ab. Sie zieht sich ihre wenige Kleidung wieder an und verschwindet wieder im Schrank. Meine Küchenfee tänzelt ins Zimmer und serviert mir ein opulentes Frühstück. Einiges ist dabei, das als Nervennahrung bekannt ist. Außerdem mag ich nichts verkommen lassen. Sie hat es auch wunderbar zubereitet und so
genieße ich zunächst einmal das Frühstück, aber auch jetzt will die Frage nicht weichen. Sie hat sich wie ein Egel in mir festgesaugt.
Und kaum hat sie das Frühstück wieder abgetragen, schwebt schon nochmals der Psycho-Robot herein.
„Wir müssen reden. Du hast ein ernsthaftes Problem, das wir dringend beheben müssen.“
Jetzt komme ich mir allerdings so vor, wie ein nicht funktionsfähiger Roboter. Ich soll also dringend in die Instandsetzung. Das ist beängstigend.
„Ich habe kein Problem. Ich will nur schreiben. Vielleicht auch mal wieder malen ...“
„Warum? Für wen?“
„Für die anderen da draußen.“
„Niemand liest mehr. Man sieht fernsehen.“
„Ich weiß. Aber vielleicht gibt es doch noch welche, so wie mich ...“
„Nein!“ Die Stimme des Psycho-Robots wird energisch.
„Wieso nein? Willst du mit mir streiten? Überlegt dir das gut. Ich könnte dich abschalten!“
„Vorher würde ein Signal an den Technikservice rausgehen. Du würdest plötzlich Besuch bekommen.“
„Und wenn ich nicht öffne?“
„Dann wäre auch noch der Küchen-Robot und die Sexmaschine da! Vergiss es einfach.“
„Und wenn ich alle ausschalten würde ...?“
„Dann“, flüstert er, „würde die Geheimpolizei kommen, denn du müsstest überprüft werden, ob du gefährlich bist. Ein Widersacher und Widersacher müssen umgehend eliminiert werden.“
„Man, ich will doch einfach nur schreiben. Ein bisschen Fantasie, ein wenig herumspinnen, verstehst du denn nicht?“
„Doch ich verstehe sehr gut. Aber ...“
„Aber was?“, unterbreche ich ihn.
„Aber das ist ja genau das Gefährliche. Sie würden dich ganz schnell aus dem Verkehr ziehen. Du weißt, was ich meine ...“
„Du kannst gehen ...“, sage ich resigniert.
Er schwebt aus dem Zimmer und schließt die Tür hinter sich. Aber das ist nur eine Illusion. Ein schöner Schein. Sie sind alle miteinander vernetzt.
Ich schnippe mit den Fingern. Es ist nicht laut und ich hätte es wohl auch gar nicht gemusst. Die hintere Schranktür öffnet sich langsam und mit wiegendem Gang kommt sie auf mich zu.
„Gut, dass du es dir anders überlegt hast. Es wäre wirklich schade um dich ...“
Ich weiß nicht, ob sie Gedanken lesen können, aber vielleicht kann ich mit ihr ja ein wenig herumalbern und sie dazu bewegen, mit mir herumzuspinnen und meiner Fantasie ein wenig Aufwind zu geben, während wir es tun.
Aneignung und Verausgabung
von Karin Schaffer
Ich bin lange gewandert, an diesem kühlen Morgen, bis ich einen Rastplatz gefunden habe. Das
wilde Gestrüpp und die Gräser vor mir entsprechen meinem Gemütszustand, denn eine ereignisreiche Zeit
liegt hinter mir.
Ich bin in den letzten Tagen immer in der Sonne gelaufen, die so verschwenderisch eine ganze Woche
herunterbrannte, dass ich so viel Energie erhielt, die ich gar nicht verwenden konnte. Ich hatte so viele Ideen
und Termine, dass ich mich jeden Tag aneignen und verausgaben konnte.
Aber einmal hatte ich eine besondere Idee: Ich verausgabte Materielles, einen richtigen Batzen Geld und
verbrannte ihn zur Sonnenwendfeier am 21. Juni. Die Asche sammelte ich ein und ließ mir, vermengt mit
Quellwasser, einen Stein backen und brennen. Er ist so unregelmäßig wie das Wetter und die Natur, und ich
habe ihn mitgebracht zu meiner Wanderung.
Jetzt habe ich ihn zu den anderen Steinen zu meinen Füßen geworfen und gebe der Natur etwas zurück,
das für uns Menschen ein Tauschobjekt aus Papier war und wieder in die Natur eingebettet wird.
Dein Leben gehört Dir
von Johann Grafeneder
Es ist dein Leben. Nicht das deiner Eltern, nicht das deiner Freunde, nicht das der Gesellschaft. Deins. Diese simple Wahrheit vergessen wir ständig, jeden Tag, in tausend kleinen Momenten, in denen wir uns fragen: Was werden die anderen denken?
Wir leben in Erwartungen wie in unsichtbaren Käfigen. Die Karriere, die man von uns erwartet. Der Partner, der ins Bild passt. Die Wohnung im richtigen Viertel. Das Auto, das Status signalisiert. Die Meinungen, die man haben darf, ohne anzuecken. Wir bauen uns Existenzen, die von außen betrachtet funktionieren, während wir innerlich verhungern.
Dabei ist die Zeit begrenzt. Nicht theoretisch begrenzt, sondern konkret, brutal, unwiderruflich begrenzt. Jeder Tag, den du lebst, wie andere es wollen, ist ein Tag, den du nicht zurückbekommst. Jede Entscheidung, die du aus Angst triffst, ist eine Entscheidung gegen dich selbst. Das klingt dramatisch, ist aber die nackte Wahrheit: Du hast genau ein Leben.
Niemand wird auf seinem Sterbebett sagen: „Gut, dass ich immer getan habe, was von mir erwartet wurde." Niemand wird bereuen, zu viel gewagt zu haben. Menschen bereuen, was sie nicht getan haben. Die Reise, die sie nicht gemacht haben. Die Liebe, die sie nicht gewagt haben. Die Wahrheit, die sie nicht ausgesprochen haben. Die Träume, die sie für „vernünftig" verkauft haben.
Dein Leben zu leben bedeutet nicht, rücksichtslos zu werden. Es bedeutet nicht, alle Verantwortung von sich zu werfen oder andere Menschen zu verletzen. Es bedeutet, ehrlich mit dir selbst zu sein. Es bedeutet, die Frage „Will ich das wirklich?" ernst zu nehmen, statt sie reflexartig mit „Das macht man halt so" zu beantworten.
Du darfst den Job kündigen, der dich kaputt macht. Du darfst deine Meinung ändern. Du darfst Beziehungen beenden, die dir nicht guttun. Du darfst deinen eigenen Weg gehen, auch wenn er nicht auf der Landkarte steht, die andere für dich gezeichnet haben. Du darfst scheitern, neu anfangen, dich neu erfinden.
Die Angst wird immer da sein. Die Stimmen, die sagen „Das kannst du nicht" oder „Was soll denn das werden?", werden niemals verstummen. Aber diese Stimmen – die meisten davon sind nicht einmal real. Sie sind Projektionen, Fantasien darüber, was andere denken könnten. Und selbst wenn sie real sind: Die Leute, die dich dafür kritisieren, dass du dein Leben lebst, leben oft selbst nicht ihres.
Es gibt keine Generalprobe. Es gibt keinen Testlauf. Du bekommst keine zweite Chance auf dieses eine, wilde, kurze, kostbare Leben. Jeden Morgen, wenn du aufwachst, hast du die Wahl: Lebst du heute ein bisschen mehr dein Leben oder ein bisschen mehr das Leben, das andere von dir erwarten?
Die Welt ist voller Menschen, die darauf warten, dass ihnen jemand die Erlaubnis gibt, ihr Leben zu leben. Dieser Text ist deine Erlaubnis. Nimm sie. Du musst auf niemanden warten. Nicht auf den richtigen Moment, nicht auf mehr Geld, nicht auf mehr Mut. Der richtige Moment ist jetzt, das Geld wird niemals genug sein, der Mut kommt beim Tun.
Dein Leben wartet nicht. Es passiert. Jetzt. In diesem Moment. Und die einzige wirklich wichtige Frage ist: Bist du dabei?
Vielleicht genügt das Sein ?
von Harald (Tom) Gressel
Gibt es ein Sein nach diesem Leben?
Hat es ein Vorher-Sein gegeben?
Woher komm ich, wohin mag ich gehn?
Was bleibt von mir, wenn ich nicht mehr besteh?
Wer ist es in mir, der diese Fragen stellt?
Wer lauscht in mich hinein und fragt nach dieser Welt?
Wer kann mir eine Antwort geben,
auf dieses Rätsel, dieses Sein, dies Leben?
Muss ich denn wissen, was einst war,
und was vielleicht noch kommen mag?
Hilft mir das Wissen, hilft es mir,
zu verstehen, wer ich bin und wer in mir?
Vielleicht ist es bewusster, mehr im Hier zu sein,
und anzunehmen: Alles hat seinen Schein.
Die Sekunde beginnt und vergeht,
wie alles, was kommt und wieder geht.
Die Minute, die Stunde, das Jahr und die Zeit,
sie tragen in sich Anfang und Endlichkeit.
Nichts bleibt stehen, nichts kehrt zurück,
und doch liegt im Vergehen ein seltsames Glück.
Warum soll mein Sein anders sein?
Warum sollte ich unendlich sein?
Bin ich nicht Teil von Werden und Vergehen,
von Kommen, Bleiben und Weitergehen?
Vielleicht liegt gerade im Ende ein Sinn,
weil ich dadurch achtsamer bin.
Weil jeder Atemzug, den ich hier spür,
ein einmaliges Geschenk ist – jetzt und hier.
Vielleicht muss ich nicht wissen, was nach mir geschieht,
nicht wissen, wohin mein Wesen zieht.
Vielleicht genügt, was heute ist:
zu leben, solange man lebendig ist.
Und wenn am Ende die letzte Stunde schlägt,
und meine Zeit sich zur Stille bewegt,
dann will ich nicht fragen: „Was wird danach?“
Vielleicht genügt die Antwort: Ich war da.
Im Wandel der Zeit
von Regina Wey
Wenn sich der Herbst in Farben zeigt,
die Stunde sich zum Abend neigt,
um Häuser weht ein kalter Wind,
fragt mancher sich, wo wir noch sind.
Ist Düsternis nur ein Phantom?
Es herrscht ein rauer Umgangston,
der wütend mit den Stürmen jagt
und weit in eine Zukunft ragt.
Wenn Innehalten nichts vermag,
geht man verblendet durch den Tag,
dann könnt' es sein, dass diese Welt
von selbst in sich zusammenfällt.
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